Die schweren Verbrechen des jüngsten Kriegs lasten auf dem Ort. Es sind nur sehr wenige vertriebene Bosnjaken in ihre wiedererstellten Wohngebäude im Städtchen Visegrad zurückgekehrt. Die ethnische Säuberung der Region ist vollzogen, zurück bleibt eine um ihre balkanische Vielfalt und damit um ihren Reichtum beraubte Stadt. Die sich in unterschiedliche Richtungen entwickelte Stadtstruktur nimmt keinerlei Bezug zu dessen historisch wichtigen Verbindungswegen zwischen der Grenzstadt Visegrad und Serbien auf. Das bisher bestehende Kriegsdenkmal schafft ebenso kein Bindeglied zwischen Stadt und Brücke. Die Charakteristik eines Ortes der Zusammenkunft wird durch die umliegende und marode Bausubstanz und den unattraktiven Fassadengestaltungen gehemmt.